7 Fragen an

7 Fragen an… Eva Meininger

Eine weitere starke Frau: Eva Meininger spricht Dr. Olivia Craig. (Foto: privat)
Hallo, wer bist du und was machst du eigentlich bei „Anomalia”?

Ich heiße Eva Meininger, habe einen Bachelor in Sozialer Arbeit und bin Sprecherin aus Frankfurt. Hier bei Anomalia darf ich Dr. Olivia Craig meine Stimme leihen.

Wie kamst du zum Sprechen?

Ich habe nach meinem Studium lange auch in diesem Bereich gearbeitet und wollte dann noch mal etwas Neues ausprobieren. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: irgendwann fragte mich eine Freundin, der ich gerade auf dem Flohmarkt eine Gebrauchsanleitung vorlas, ob ich nicht Hörbücher einsprechen wolle, sie würde mir auf jeden Fall zu hören. Da ich schon immer gerne mit Sprache experimentiere, entschloss ich mich kurzer Hand eine Ausbildung an der Deutschen POP zu machen und seit Juli 2018 darf ich auch beruflich mit Worten um mich schmeißen.

Ist Anomalia dein erstes Hörspiel oder können wir dich bereits in anderen Produktionen hören?

Die Rolle bei Anomalia war tatsächlich mein allererster Job nach meiner Ausbildung. Dafür ein großes „Danke” an Ann-Christin, Lars und Nina. Mittlerweile habe ich ein Voice Over für den Mietdemo-Aufruf in Frankfurt gemacht und stehe hin und wieder auch bei m&s music in der Sprecherkabine, um Figuren aus z.B.: World auf Warcraft, Just Cause oder Call of Duty meine Stimme zu leihen.

Kommen wir zu deiner Rolle bei „Anomalia”- Dr. Olivia Craig. Olivias Verschwinden war im Grunde die Initialzündung für die Forschung ihres Bruders und letztendlich den Bau des Gateways. Olivia selbst hat lange versucht, eine Antwort auf ihr plötzliches Verschwinden zu finden, hat jedoch irgendwann aufgegeben. Was hättest du an ihrer Stelle gemacht?

Vielleicht hätte ich den Glauben daran, dass es irgendwo eine Antwort auf meine Frage gibt zwar nicht verloren, aber mit der Situation im Hier und Jetzt, oder Olivias Da und Dort, meinen Frieden geschlossen, um nicht mein ganzes Leben lang gedanklich in einer anderen Zeit fest zu stecken. Wobei ich mir gut vorstellen könnte, dass Olivias Beweggründe „aufzugeben” ähnliche waren und wenn dem wirklich so war, hätte ich an ihrer Stelle genau das Gleiche gemacht.

Olivia ist einerseits eine konservative, gläubige, ältere Dame, andererseits ist sie immer noch von der Wissenschaft fasziniert und ihr Forschergeist wird im laufe der Serie abermals entfacht, ist das ein Widerspruch in sich? Wir würdest du Olivia in dieser Hinsicht beschreiben?

Ich würde nicht sagen, dass dies ein Widerspruch in sich ist. Olivia ist gläubig, aber sie kann ja sowohl an eine Religion, als auch an die Wissenschaft glauben. Sie wirkt auf mich nicht wie eine religiöse Fanatikerin. Ich denke, dass Olivia trotz aller religiöser Einflüsse in ihrem Leben zwischen wissenschaftlichen Fakten und religiöser Theorie unterscheiden kann. Vielleicht schenkt ihr beides auf unterschiedliche Weise Trost und Hoffnung. Und mit ihrer Geschichte muss man vielleicht grundsätzlich an das Unmögliche glauben, egal ob in religiöser oder wissenschaftlicher Hinsicht.

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