7 Fragen an

7 Fragen an… Florian Wanoschek

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Begabt in Wort und Schrift: Florian Wanoschek spricht Damien Summers. (Foto: Lisa Liebermann)
Hallo, wer bist du und was machst du eigentlich bei Anomalia?

Hi, ich bin Florian und spreche die Rolle des Damien Summers, Pete’s Vater. Grüßt euch!

 

Du arbeitest hauptsächlich als Technischer Redakteur für Informatik, das klingt für einen Sprecher erst einmal ungewöhnlich. Ist das Hörspiel-Sprechen ein Ausgleich für dich?

Klar! Wobei, so ungewöhnlich ist das gar nicht. Es geht in dem Beruf viel um Kommunikation und Verständlichkeit, das liegt mir ganz gut. Sicher gibt es auch auf einigen Gebieten auch deutliche Unterschiede, aber insgesamt geht beides ganz gut zusammen – finde ich zumindest.

 

Und wie kamst du zum Sprechen?

Leseratte war ich schon immer. Ich liebe es, in Geschichten abzutauchen. Auf den Geschmack gekommen bin ich aber letzten Endes im Germanistik-Studium. Da gab es auch Seminare zu Theaterpraxis und Rezitation, mit einem fähigen Sprecherzieher als Dozent. Das hat mir sehr gut getan. Danach kamen viele Bühnenlesungen mit einem Kleinkunstzirkel, Sprech- und Schauspielunterricht und erste kleine Rollen in Amateur-Hörspielen. Damien ist allerdings mein erster echter Serien-Charakter.

 

Kommen wir zu deiner Rolle in „Anomalia“ – du sprichst mit Damien Summers den Vater von Pete. Keine leichte Vaterrolle, was würdest du Damien im Umgang mit Pete raten?

Schwierig… Pete und Damien leiden ja beide sehr am Verlust von Monica, Pete’s Mutter. Sie können sich überhaupt keinen Halt geben und ziehen sich eher gegenseitig in die Tiefe. Damien müsste wahrscheinlich erst einmal selbst den Verlust verarbeiten und sich auch Hilfe suchen. Die bekommt er ja dann in gewisser Weise auch, von Sun Jin und Kyle. Vielleicht hilft ihm das, sich mehr zu öffnen.

 

Ist Damien in deinen Augen dennoch ein guter Vater, oder anders gesagt: Kann er trotz allem ein Vorbild für Pete sein/werden?

Wir wissen ja eigentlich gar nicht, wie Damien war, als die Familie noch intakt war. Vermutlich hatten sie auch einmal glückliche Zeiten. Er scheint insgesamt ein Karrieretyp zu sein, der zu sehr auf sich selbst fixiert war. Nun versucht er aber, für seinen Sohn über seinen Schatten zu springen, obwohl es ihm auch selbst nicht gut geht. Das würde ein wirklich schlechter Vater kaum tun. Wenn er es schafft, könnten sich die beiden wieder näher kommen. Pete müsste das allerdings auch akzeptieren.

 

Dein Hörspiel-Held aus der Kindheit.

Als Kassettenkind … sehr viele.:-) Die Astrid Lindgren-Hörspiele von Kurt Vethake habe ich sehr gemocht, Frankfurter Figurentheater, Meister Eder und sein Pumuckl und natürlich die Europa-Hörspiele.

 

Berühmte letzte Worte…

Oha … jetzt da was aussuchen? Ok, wie wäre es damit: Jetzt kommt nichts mehr – ihr könnt abschalten! (Peter Lustig) 🙂