7 Fragen an

7 Fragen an… Leo Zander

Leo Zander verleiht „bad boy“ Jake Saunders seine Stimme. (Foto: privat)
Hallo, wer bist du und was machst du eigentlich bei „Anomalia“?

Mein Name ist Leo Zander und ich spreche Jake Saunders, den etwas schwierigen besten Kumpel von Scott Miller.

Wie bist du zum Sprechen gekommen?

So eine gewisse Affinität zum Radio und Hörspiel habe ich seit meiner Kindheit. Da gibt’s so dieses klassische Bild von Geschwistern, die Lego spielen und eine Kassette nach der anderen dabei hören. Irgendwann konnte ich die dann alle mitsprechen. Jetzt kommt ein recht großer Zeitsprung, nämlich ins Uni Radio. Dort habe ich moderiert und mit einem Freund selber Kurzhörspiele produziert und eingesprochen. Zu Anomalie kam ich aber, weil ein anderer Freund nicht alleine zum Casting wollte.

Wie erarbeitest du dir eine Hörspielrolle?

Ich versuche durch den Text das, was meine Figur sagt und das, wie die anderen Rolle darauf reagieren herauszufühlen, wer das eigentlich ist, wie der so tickt, was ihn ausmacht, ob er vielleicht eine Besonderheit hat, die nicht im Text steht, aber wichtig für seinen Charakter sein könnte. Dann schaue ich, ob sich Teile von mir auch in genau dieser Figur wiederfinden. Letztlich gibst du als Sprecher oder Schauspieler ja immer auch Teile von dir in jede Rolle.

Kommen wir zu deiner Rolle bei „Anomalia“ – Jake ist ein eher ungemütlicher Charakter, wie ist es den „bad boy“ zu spielen?

Tatsächlich finde ich Jake gar nicht so schlimm. Er ist dieser klassisch missverstandene Typ, der nicht weiß wie er sich emotional auf andere einlassen soll. Manchmal ist er auch etwas langsam im Kopf, was ihn dann selber aufregt. Er durchläuft ja aber auch eine Entwicklung. Und genau das finde ich spannend. Ein Arschloch oder einen Bad Boy spielen ist natürlich im Studio lustig und sorgt in der Regie auch immer wieder für gute Laune, aber wichtig für die Tiefe einer Rolle ist eben auch, dass sie nicht nur auf dem Bad Boy sitzen bleibt, sondern auch mit der Sympathie und der Empathie des Hörers spielt.

Hast du ihn dennoch auf eine gewissen Art und Weise lieb gewonnen?

Wie schon oben etwas angerissen, ist er mir nicht unsympathisch. Er kann sich einfach nicht so mitteilen ,wie er es gerne möchte und er ist emotional noch nicht sehr reif. Noch dazu ist er eigentlich auch ziemlich schüchtern, was er hinter einer dicken Fassade versteckt. Das macht ihn als Person für mich sehr interessant.

Dein Hörspiel-Held aus der Kindheit?

Das ist gemein. Da gibt es keinen, der wirklich die anderen überstrahlt. Momo fand ich immer gut oder Emil und die Detektive.

Berühmte letzte Worte…

Mit letzten Worten habe ich es nicht so. Die sind so endgültig.